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FTS-Selbststeuerung

 Projekttitel: Dezentrale, agentenbasierte Selbststeuerung von Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) Fox Coil Transporter (Quelle: Götting KG) 
 Laufzeit: 1. Juli 2011 – 30. Juni 2013
   

Bislang sind Fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) nur bedingt selbständig. Aufgaben wie die Vergabe von Transportaufträgen oder die Routenplanung werden bislang von einem zentralen Computer gesteuert. Damit soll nun Schluss sein: Gemeinsam mit dem "OFFIS - Institut für Informatik" haben die Wissenschaftler des IPH ein dezentrales Steuerungskonzept entwickelt.

Ein Fahrerloses Transportsystem (FTS) besteht grundsätzlich aus einer Leitsteuerung, einem Kommunikationssystem, Einrichtungen zur Navigation, den FTF und stationären und peripheren Einrichtungen. Die Leisteuerung ist das Herz und gleichzeitig das Gehirn des ganzen Systems. Hier laufen alle Informationen zusammen,  hier werden alle Entscheidungen getroffen. Intelligente Algorithmen sorgen nicht nur für die Generierung der Transportaufträge, sondern auch für die Fahrzeugdisposition und Fahrzeugsteuerung. Die zentrale Steuerung ist daher sehr komplex, meist wenig flexibel und kaum robust gegenüber Störungen.

Um der Komplexität der zentralen Steuerung entgegenzuwirken, bietet sich der Einsatz von Agenten an. Agenten sind autonome Einheiten, die Entscheidungen nach einfachen Regeln treffen können. Ein mit Agenten aufgebautes, dezentrales System trägt zur Fehlertoleranz und Flexibilität bei.

Das Ziel des Forschungsprojekts "FTS-Selbststeuerung" war die Entwicklung eines Gesamtkonzepts für eine konsequent dezentrale Steuerung eines FTS. Dieses Konzept wurde anschließend anhand von Simulationen an einem vordefinierten Referenzszenario evaluiert. Dabei trat das Agentensystem gegen eine zentrale Leitsteuerung an und bewies sein Können unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten (z.B. hohe Termintreue, kurze Durchlaufzeiten, hohe Auslastung oder niedriger Bestand).

→  Pressemitteilung zum Projekt  (94 KB)